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Vielseitige Repertoireinteressen für in Vergessenheit geratene Komponisten, für Kammermusik, für Neue Musik und für das deutsche Lied prägen neben der Pflege des Solorepertoires die Konzertprogramme, die zahlreichen Rundfunkproduktionen und Konzertmitschnitte des Pianisten Ernst Breidenbach. Grosse Aufmerksamkeit bei der Kritik und den Sendern im In- und Ausland wurde auch den zahlreichen Veröffentlichungen auf Tonträgern zuteil. Nach 20th Century Piano (Signum, 1994) folgten Aufnahmen der wichtigsten Duos für Kunstharmonium und Klavier mit Johannes Matthias Michel (1996-2001, Porträt im FonoForum 3/2001, Stern des Monats für Guilmant-Duos, Signum/hr), der Klavierwerke (cpo, 1996-2004) und eine Auswahl der Klavierlieder Sigfrid Karg-Elerts und Max Regers mit dem lyrischen Tenor Markus Schäfer (NCA, 2006/07).

2007 folgte eine Einladung des mdr und der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy zu einem Liederabend und Meisterkurs Karg-Elert Lied nach Leipzig. Der mdr widmete den Karg-Elert Liedern wiederholt ausführliche Sendungen in der Reihe Oper und Lied (2006/07). Neueste Produktionen sind Max Reger´s 17 Gesänge Op.70 (br, 2009) und Auch ich ein Davidsbündler für Klavier solo von Marko Zdralek (br, 2008). Mit Christoph Schickedanz sind Einspielungen der Werke für Violine und Klavier von Julius Röntgen für cpo in Co-Produktion mit dem dradio Köln (2011/12) und der Werke für Violine und Klavier von Karg-Elert (wdr) geplant.

Als Interpret neuer Musik hat Ernst Breidenbach interessante Solo- und Ensemblewerke uraufgeführt und aufgenommen: z.B. Reinhold Finkbeiners von Anfang an suspekt (auf Einladung des hr im Forum Neue Musik mit dem RSO Frankfurt unter Leitung von Lucas Vis 2004), Birkenau (mit Mitgliedern des Ensemble Modern unter Frank Ollu, hr, 2002). sowie dessen amüsante 33 KurzStücke für 3 Klaviere und einen Pianisten (hr, 2000), erschienen 2006 bei cadenza/Bayer records.

1981 debütierte Ernst Breidenbach als Solist in Mozarts Klavierkonzert Es-Dur (KV 482) unter der Leitung von Mathias Husmann in Darmstadt. Er besitzt Klangsinn und eine Anschlagskultur, die es ihm erlauben, gesangliche Linien expressiv auszuspielen, virtuoses Figurenwerk als ‚Kontrapunkt‘ – nicht als Selbstzweck – darzustellen, markante Oktav- und Akkordstellen ohne falsche Zurückhaltung, aber auch ohne übertriebenes Pathos herauszuheben.

(Prof.Dr. Klaus Trapp im Darmstädter Tagblatt, 6/81)


Er erhielt einen ersten Klavierunterricht im Vorschulalter und studierte nach dem Abitur bei Werner Hoppstock, Rainer Hoffmann, Aloys Kontarsky und Günter Ludwig in Darmstadt und Köln. 1976 gewann er den 2. Preis im Bundeswettbewerb der Arbeitsgemeinschaft der Konservatorien, Akademien und Hochschulinstitute der Bundesrepublik Deutschland in der Sparte Duo Flöte/Klavier mit der Flötistin Veronika Schäfer. Seit dieser Zeit konzertiert er in vielen Städten Deutschlands (u.a. Konzerthaus Berlin), in Frankreich, Tschechien, Österreich, Schweiz und in den USA.

Veröffentlichungen als Herausgeber für die Musikverlage Zimmermann (Reinhold Finkbeiner: Sonate für Flöte und Klavier, 2006), Bärenreiter (wissentschaftlich-kritische Erstausgabe einer repräsentativen Auswahl der Klavierlieder Sigfrid Karg-Elert´s, 2009) und  im eigenen Melibokus Musikverlag (Finkbeiner, Karg-Elert, Röntgen).

 
 

 
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